Belize 21. März 2018

 

21. März 2018 - von Calderitas (Mexico - Halbinsel Yucatan) über die Grenze (Chetumal – Santa Elena) nach Orange Walk Town (Belize)

 

Nach mehr als 4 Monaten in Mexico war nun wieder ein Länderwechsel angesagt. Die Grenzformalitäten haben wir in 1 1/2 h gut absolviert. Der Weg dort hin war auf schönen grünen Tafeln gut ausgezeichnet. Als erstes haben wir uns in Mexico abgemeldet. Die netten Beamten haben uns direkt bis zum Häuschen durchgewunken. Dort haben wir, stehend mit Caracho davor, durchs Fenster unsere Reisepässe, die Touristenkarten und die Bescheinigung, dass wir die 500 Pesos pro Person bei der Einreise bezahlt haben, abgegeben und dann den Stempel mit einem S (für Salida) erhalten und das war´s. Dann sind wir ca. 500 Meter weiter gefahren, da war die Durchfahrt für die Desinfektion (Kosten 100 Pesus). Man bekommt auch eine Quittung, aber es hat hinterher Niemand mehr danach gefragt. Noch einmal ca. 500 Meter weiter (wieder gut ausgeschildert) parkt man das Auto, geht links in das Haus, füllt einen Zettel mit den pers. Daten aus (ein netter Herr hat auch mal geholfen) und dort bekommt man dann den Einreisestempel (wir haben ihn für 30 Tage bekommen). Weiter geht es nach hinten durch und dort meldet man sein Auto an. Die Dame dort war wiederum sehr nett und hat alles ganz genau erklärt (in Englisch). Man bekommt einen Einreisezettel für das WoMo, den man unbedingt aufheben muss, da man ihn bei der Ausreise abgeben muss, andernfalls werden 5000 Belize Dollar fällig!!! Zahlen braucht man hier aber noch nichts. Danach geht man wieder zum Auto und dort werden 30 Belize-Doller (oder 300 Mex-Pesus) für die Einreise des Autos fällig. Man bekommt gleich eine Quittung. Dann fährt man durch die Grenze. Hier wurden nur noch einmal die Ausweise und der Schein für das Auto kontrolliert. Niemand hat in unser Auto sehen wollen. Das Versicherungsbüro ist gleich hinter der Grenze, ein Weißes Haus mit großer Aufschrift, nicht zu übersehen. Dort haben wir für 30 Tage die Versicherung abgeschossen und 600 Mex-Pesus bezahlt. Der nette Herr hat uns auch gleich die restlichen Pesus in Blize Doller getauscht. Zwar zu einem schlechteren Kurs, aber wir waren sie los!!! Und das war´s. Nicht schwer und leicht zu bewältigen!

UND NUN SIND WIR IN BELIZE

Belize … 340.792 Einwohner Multi-Kulti. Der kleine Karibikstaat in Central-Amerika, einst englische Kolonie ist seit 1981 selbständig. Die ersten Bewohner waren die Mayas, britische Siedler kamen wegen des Mahagonie-Edelholzes, Sklaven wurden von Indien und Afrika eingeführt, Spanier, Chinesen und Mennoniten folgten.

Ein Mix aus Schwarzafrikanern und Briten ergibt die Creolen, indianisch und spanisch vermischt ergeben die Mestizen. Sie alle leben friedlich hier auf den ca. 23.000 qkm. Die offizielle Sprache ist englisch … gefolgt von der Mayasprache, spanisch, creolisch und plattdeutsch.

 

Nach einer erst einmal Stuckerfahrt, vorbei an endlosen Zuckerrohrplantagen (was machen die wohl hier mit dem vielen Zuckerrohr??? - Natürlich RUM! ) sind wir dann doch noch zügig an unserem heutigen Tagesziel, Orange Walk angekommen. Hier werden wir uns erst einmal akklimatisieren und das neue Land realisieren. Der Platz ist traumhaft, mit sehr vielen Vögeln und sehr viel Natur. Nur die Duschen - na ja- haben wir ja zur Not im Auto.

 

 

22. März 2018 - noch Orange Walk Town (Belize)

 

Wir haben heute die Stadt erkundet. Gibt nicht gar so viel her. Einkaufen ist ein bisschen schwierig. Teuer und es gibt nicht so sehr viel. Aber keine Bange, wir verhungern nicht!!! Den Rest des Tages haben wir relaxt und Tiere beobachtet. Nicht nur Seerosen schwimmen vor unserem Auto, nein auch ein Krokodil hat mal vorbeigeschaut!

 

 

23. März 2018 - noch Orange Walk Town (Belize)

 

Heute haben wir einen Tagesausflug zu den Lamanai-Ruinen (Lamanai - übersetzt aus der Maya-Sprache "untergetauchtes Krokodil) mit dem Boot auf dem New River gemacht. Schon bei der Flußfahrt hatten wir viel Spaß und auf der Hintour haben wir eine Menge Vögel, kleine Krokodile, eine Zuckerrohrfabrik und eine Mennonitensiedlung sehen können. Mit uns waren noch 5 weitere Deutsche auf dem Boot und so gab es wieder nette Gespräche. Bei Ankunft an den Ruinen (die Maya-Städte war schon ca. 1000 v.Chr. besiedelt) gab es ein lecker Essen und es folgte der Rundgang. Dann haben wir sie wieder gehört - die Brüllaffen!  Es war ein toller Tag und wir sind froh, diese Tour gemacht zu haben!

 

 

24. März 2018 - 110 km - von Orange Walk Town nach ? keine Ahnung - aber Nahe Belize Zoo (Belize)

 

Den sehr schönen Platz am Fluss haben wir heute Morgen verlassen. Auf einer annehmbaren Straße, vorbei an wenig besiedelten Landschaften, teilweise an MeckPom erinnernd, sind wir am nächsten Platz - eigentlich im Nirgendwo - angekommen. Das Ziel war, den Zoo zu besuchen, aber da es hier so schön idyllisch ist, haben wir den Nachmittag im Camp verbracht und werden morgen zum Zoobesuch starten. Hier flattern auch eine Menge Vögel herum und machen Spektakel ohne Ende. Ist aber sehr schwer, mal einen vor die Linse zu bekommen. Gerade auch die hübschen grünen Papageien können sich so schön verstecken!

 

 

25. März 2018 - 185 km - von Belize Zoo nach Placencia (Belize)

 

Total von irgend etwas zerstochen, trotz einheimischen Anti-Insekten-Spray, sind wir heute Morgen bei Zeiten aufgebrochen und waren die ersten im Zoo. Der ist wirklich sehr hübsch und liebevoll angelegt. Wir haben so einige Bekannte wiedererkannt und Tiere gesehen, die wir lieber nicht in freier Wildbahn sehen möchten. Die Papageien und Tukane hoffen wir aber noch immer, mal live sehen zu können. Mit ´ner Menge Fotos im Gepäck haben wir uns nun weiter südlich begeben, um doch endlich einmal die tollen Strände von Belize zu sehen. Aber Pustekuchen - auch hier überall das blöde Seegras und Gestank gratis dazu. Also nichts mit Baden!!! Aber der Platz, wo wir am Restaurant stehen können, ist sehr hübsch und gut gepflegt. Das Essen im Restaurant ist zwar sehr teuer, aber auch sehr lecker. Dafür kostet der Stellplatz nur 4,00 € für Strom und sonst nix! Placencia ist eine  ca. 25 km lange Halbinsel und hat 1.500 Einwohner. Hier sind die "Verkaufsschilder" all gegenwärtig.  Selbst "Engel und Völkers", in Berlin und Umgebung gut bekannt, ist hier aktiev und handelt mit Immubilien. Aber da alles zum Verkauf angeboten wird, denken wir - das war bestimmt eine Fehlinvestition! Die Amerikaner kommen kaum noch hier her.

 

Zoo

Placencia

 

26. März 2018 - 156 km - von Placencia nach Belmopan (Hauptstadt von Belize)

 

Wir sind sehr traurig - Hatten wir uns so auf die Karibik, besonders auch auf die Karibik in Belize gefreut, finden wir nun noch mehr Mist vor, als in Mexico. So haben wir unseren Stellplatz wieder aufgegeben und sind zurück ins Inland gefahren. Auch hier gibt es noch eine ganze Menge zu entdecken. Unterwegs haben wir Annett und Ralf getroffen, die gerade auf dem Weg zu unseren zurückgelassenen Stellplatz waren. Wir sind langsam den Weg, den wir bereits kannten zurück, haben unterwegs bei einer „Saft-Manufaktur“, beim deutschen Bäcker und beim großen Fleischer angehalten. So, gut ausgerüstet, sind wir in der Hauptstadt Belmopan angekommen. Die Stadt hat 22.000 Einwohner und ist nicht sehr groß. Der Stellplatz war zwar wieder recht schwierig anzufahren, besonders auch durch runter hängende Äste, aber angekommen, ist er sehr schön. Wir campen auf einer riesen Wiese mit viel Platz und vielen Hühnern und Gänsen. Die Besitzer haben eine Menge Vögel und Papageien, die teilweise nicht eingesperrt sind und doch nicht wegfliegen.

 

 

27. - 28. März 2018 - 16 km - von Belmopan nach Teakettle (Belize)

 

Ja - das Land ist klein und man braucht hier nicht so sehr große Sprünge machen, um wieder was Neues zu sehen. Aber erst mal haben wir den gestrigen Tag mal wieder mit Hausarbeit und „Abhängen“ verbracht. Am frühen Nachmittag ist auch „Herr Fuchs“ (Annett und Ralf) >>> hier aufgetaucht. Es ist immer so schön, mit Gleichgesinnten zu tratschen, zu lachen und sich auszutauschen. Aber die Beiden können mit ihrem Geländewagen ja ganz andere Touren machen, als wir. Darum haben wir uns schweren Herzens heute wieder verabschiedet und sind sicher, uns doch bald wieder zu sehen - HOFFENTLICH - !!! Wir sind nun bei Monika gelandet. Eine Deutsche, die sich hier ein tolles Anwesen aufbaut. Vor 3 Jahren angefangen, hat sie schon sehr viel geschafft. Ihr Mann Andre ist nun auch, nachdem er sein Arbeitsleben in Deutschland beendet hat, nachgekommen. Sie haben ein paar Lodges aufgebaut und einen kleinen Stellplatz für uns Herumziehende. Sie hat uns so herzlich aufgenommen, gleich mal einen Kaffee und einen Bananen-Shake gemacht - mmm lecker! Wir durften heute auch schon mal in dem kleinen Pool baden, da z.Zt. keine anderen Gäste in den Lodges sind. Uns gefällt es hier und wir werden über Ostern stehen bleiben, da in ganz Zentralamerika die Osterfeierlichkeiten beginnen und diese sollen ziemlich aufregend sein. Da stehen wir hier sicher und ruhig.

 

 

29. März - 01. April 2018 - noch in Blackman Eddy Village (Belize)

 

Morgens sind wir mit Monika und Andre nach Spanisch Lookout zum Einkaufen gefahren. Dieser Ort ist wieder eine Mennonitensiedlung. Allerdings sind diese Mennoniten schon wesentlich moderner und nutzen auch die moderne Technik. Sie haben kleine Werke und Betriebe, deren Waren sie auch gleich selbst verkaufen. Man findet im ganzen Land hier hergestellte Waren. Natürlich auch noch zu einem großen Teil landwirtschaftliche Produkte. Jedenfalls haben wir hier noch einmal vor Ostern einkaufen können. Am Nachmittag sind zwei weitere Deutsche Reisemobile hier eingetrudelt und wir stehen nicht mehr so alleine. So haben wir den Karfreitag in größerer Runde begangen und hauptsächlich relaxt. Dafür haben wir am Sonnabend eine aufregende Tagestour gemacht. Monika ist mit uns nach Belize City, dann noch fast eine Stunde mit dem Wassertaxi zur Insel Caye Caulker gefahren. Dort haben wir nach einem Frühstück bei einer Schweizerin den Katamaran betreten und sind zum Schnorcheln raus auf das Meer zum Hol Chan Marine Reserve gefahren. Wir hatten drei Schnorchelgänge. Der erste war ziemlich anstrengend, da die Strömung recht stark war. Hier waren wir im „Orchideengarten“. Wunderschöne Korallen, aber nur ganz winzige Fische, eher wie im Aquarium. Der nächste war am beeindruckendsten - schwimmen mit Ammenhaien. Die waren aber ganz brav und haben lieber den Fisch gefressen, den der Guide zum anlocken gefüttert hat. Als letztes war dann wieder ein riesiger Korallengarten, nun schon mit etwas größeren Fischen, wie zum Beispiel Moränen, eine große Wasserschildkröte und alle möglichen kunterbunten Fische zu sehen. Total geschafft aber glücklich über so viel Schönheit sind wir spät abends wieder bei Caracho gelandet. Vielen lieben Dank - Monika - Du hast uns einen unvergesslichen Tag bereitet!

 

 

02. April 2018 - 20 km von Blackman Eddy Village nach San Ignacio (Belize)

Schweren Herzens haben wir uns heute morgen von Helma und Manfred >>> / Ute und Ralph >>> / Monika und André >>> verabschiedet - irgendwann muss man ja mal weiter - !!! Aber sehr weit sind wir nicht gekommen. Nur 20 km bis San Ignatio. Hier sind wir wieder auf Annett und Ralf getroffen. Sie bereiten sich vor, um morgen den Grenzübergang nach Guatemala in Angriff zu nehmen. Wir wollen erst noch einmal eine Tour in den Dschungel unternehmen, bevor wir dann weiter düsen.

 

 

03. April 2018 - noch San Ignacio (Belize) - Ausflug Caracol

Caracol - aufmerksamen Lesern fällt hier was auf!!! Diesen Namen fahren wir schon tausende Kilometer mit herum! Ist der Name unseres Caracho und bedeutet „Schnecke“!!! So lautet nun auch der Name der größten Mayasiedlung in Belize. Gegründet 1200 v. Chr. hatte sie ihren Höhepunkt im 5. - 9. Jh. mit einer geschätzten Einwohnerzahl von 115.000. Nur 10% der Anlagen sind bisher ausgegraben. Der Dschungel hat sich auch hier alles erobert. Weiter sprechen nun die Bilder!!!

 

 

04. April 2018 - 12 km - von San Ignacio nach San Jose Succotz (Belize)

 

Leider hatten wir auf dem vorhergehenden Platz so gut wie kein Internet. So sind wir heute ein kleines Stück weiter gezogen, um den Grenzübergang vorzubereiten. Hier stehen wir sehr schön ruhig und der Betreiber hat uns eine Ferienhütte aufgeschlossen, die wir zum Duschen, Toilettengang, Abwaschen u.Ä. nutzen dürfen. Auch das Internet ist super, so dass wir uns hier um die Versicherung für die nächsten 4 Länder kümmern können. Leider haben wir heute noch keine Antwort erhalten, so dass wir den Grenzübertritt auf Freitag verschieben, in der Hoffnung, dass wir die Versicherung noch erhalten und dann hier vor Ort ausdrucken können.

 

Stellplätze

1.)  21.03.2018 - Orange Walk Town - „Lamanai Riverside Retreat“

Strom, stehen auf einer Wiese mit Palapa, Restaurant, WC o.k., Duschen gruselig mit Kakalaken, WiFi schwach, Wasser tanken möglich

 

N18°4`38`` W88°33`25``

 

 

2.)   24.03.2018 - Belize Zoo „Tropical Education Center“

Freies Stehen - ohne Strom, saubere Toiletten und Duschen mit heißem Wasser, Restaurant mit Voranmeldung, Kaffee, Tee und kaltes Wasser den ganzen Tag, Pool, WiFi nur im Restaurant, gepflegtes Öko-Camp

 

N17°21`26`` W88°32`28``

 

3.) 25.03.2018 - Placencia „Mariposa Restaurant and Beach Suites“

Strom (nur an einem Platz, den wir ergattert haben), WiFi nur an der Bar oder im Restaurant, Toiletten (z.Zt. defekt, darum haben wir einen Schlüssel für eine Suite bekommen, wo wir auch Duschen können), Pool, Restaurant mit Bar, stehen auf dem Parkplatz vom Restaurant

 

N16°32`7`` W88°21`37``

 

 

4.)  26.03.2018 - Belmopan „Rock Farm“

Strom, Wasser am Platz, Restaurant, Sanitäranlagen sauber, groß mit heißer Dusche, WiFi langsam

 

N17°14`46`` W88°48`1``

 

 

5.)  28.03.2018 - Teakettle „MAYA HILL LODGE“

Strom, Wasser, Außendusche, kein WC, gutes WiFi,

 

N17°13`19`` W88°54`50``

 

 

6.) 02.- 03. April 2018 - San Ignatio „Mana Kai“

stehen auf einer großen Wiese, ohne Strom oder Wasser am Platz, saubere Sanitäranlagen mit zeitweise warmer Dusche, nur sporadisch WiFi

 

N17°9`39`` W89°4`6``

 

 

7.)   04.-05.04.2018 - San Jose Soccoths „Cozy Camping“

Strom, Wasser, ein ganzes Haus zum Mitbenutzen mit warmer Dusche, sauberer Toilette, Küche, stehen auf der Wiese, sehr gutes WiFi

 

N17°5`1`` W89°7`27``