04. Juli 2017 - 236,2 km - von Golden über Radium Hot Springs nach Lake Louise

 

Wir haben noch nicht ganz den Rückwärtsgang eingelegt! Erst haben wir noch eine kleine Schleife hingelegt und sind Richtung Süd - nach Radium Hot Springs in die Hot Springs gefahren. Dort haben wir ein schönes Bad bei 39 Grad Wassertemperatur genommen - HERRLICH! Der Weg Richtung Alberta war mal wieder Atemberaubend und wir haben ehrfürchtig die gewaltigen Bergmassive, unendlichen Wälder und die vielen kleinen und großen Flüsse, Bäche und Seen bestaunt. Wir sind für jeden Tag dankbar, an dem wir die vielen Wunder der Natur so hautnah erleben können. Auch wenn leider die Bilder nur ein Bruchteil der fantastischen Welt wiedergeben können, es ist einfach überwältigend! Nun ja, gelandet sind wir wieder auf dem Overflow Campground (Stellplatz) in Lake Louise und werden morgen noch einmal einen Trail am See starten. Das Wetter ist inzwischen auch super - strahlender Sonnenschein! Wir hoffen nur, für Calgary wird es nicht zu heiß, so dass wir die Zeit dort auch aktiv angehen können.

 

 

05. Juli 2017 - 0 km - Lake Louise zum 2. bei tollem Wetter!

 

Der kostenlose Shuttle vom Overflow Stellplatz ist wirklich eine tolle Einrichtung der Provence Alberta. Den haben wir natürlich heute wieder genutzt und sind damit gleich zum See gefahren. Dort haben wir im Chateau Lake Louise mal wieder unsere Nachrichten gescheckt und sind dann aufgebrochen zu einer Wanderung am See - vorbei zu Gletschern hoch oben. Da wir aber diesmal nicht die richtige Ausrüstung dabei hatten (es lag wirklich noch eine Menge Schnee und ein Abschnitt erschien uns doch durch seine Schräglage und steilem Abgang zu gefährlich, dass wir umgekehrt sind. Wir haben uns gewundert, dass im ganzen Hotel keine Toiletten zugänglich waren, auch das Toilettenhäuschen am Parkplatz war geschlossen, so dass wir unverrichteter Dinge in die Village Lake Louise fahren mussten und dort das gleiche Spiel. Hier haben wir erst einmal gescheckt, dass im ganzen Ort Stromausfall war und auch die meisten Geschäfte schließen mussten. Nun gut, haben wir noch bis zum Wohnmobil aushalten müssen.

 

 

06. - 09. Juli 2017 - 218 km - vom Lake Louise nach Calgary

 

Wie bereits angedeutet, sind wir zur Zeit bei lieben Freunden in Calgary. Hier in Calgary haben wir am Freitag die Eröffnung der Stampede miterleben können. Das war wieder ein tolles Erlebnis. Thomas und Stefan werden sich erinnern können! Nur dass die Straßen noch voller geworden sind als vor 20 Jahren. Aber wir haben einen sehr guten Beobachtungsposten inne gehabt. Samstag waren wir dann zum Stampede-Breakfest! Super - dieses Frühstück besteht aus zwei Pancake (Eierkuchen), zwei geräucherten Würstchen, Sirup, Schlagsahne, bunten Streusel und Obst (Blaubeeren) - Klingt bestimmt für Euch komisch, schmeckt aber sehr lecker! Am Sonntag sind wir dann zur Stampede gefahren. Da Familientag war, ist es natürlich auch entsprechend voll gewesen. (Das erfreuliche hier ist, dass es sehr viele junge Familien mit meist drei Kindern gibt) Aber auf dem großen Gelände verläuft sich der Andrang schnell. Wir hatten wieder mehr als 30 Grad und sind zwischendurch zum Abkühlen in die Saddledome Halle (wo Thomas mit dem Fanfarenzug bereits vor vielen Jahren mal Auftritte hatte) gegangen. Hier haben wir Pferdekutschenrennen und Cowboy-Spektakel angeschaut. Natürlich mussten wir auch noch die Indianer-Show bestaunen. Morgen (Montag) haben wir noch Karten für ein Konzert für die Beach Boys. Und am Dienstag fahren wir schon weiter, Richtung Norden.

 

 

10. Juli 2017 - Calgary - was Grässliches, was Tolles und Abschied

 

Tja - manchmal ereilen uns nicht so tolle Dinge! Trotzdem wir vor Antritt der Reise Beide noch zum Zahnarzt waren, hatte ich (Marion) an dem frisch saniertem Zahn von Anfang an Schmerzen. Wir haben bis Calgary mit dem Zahnarztbesuch gewartet, da wir hier einen Dolmetscher (in) hatten. Doris hat das super gemanaget. Leider stellte sich die Angelegenheit als eine größere Sache heraus und ich musste insgesamt 3 mal dort erscheinen. Aber nun hoffen wir, dass es erledigt ist und wir im Verlauf der weiteren Reise unbehelligt von derart Unannehmlichkeit bleiben. Morgens noch drei Stunden auf dem Zahnarztstuhl, sind wir Mittags wieder in die City aufgebrochen, da Yvette uns Karten für ein Konzert der Beach Boys geschenkt hatte. Das war ganz große Klasse und die Stimmung war einfach unglaublich. Wir haben die Musik aus unseren Jugendtagen sehr genossen und fanden es toll, dass hier Jung und Alt zusammen gefeiert haben.

 

Abends hat uns Doris wieder mit einem tollen Essen verwöhnt und nachdem es nun nicht mehr ganz so heiß war - es fing nun an zu regnen - konnten wir mit Doris, Karl-Heinz und Waldi (der Dackel) noch einen letzten gemütlichen Abend verbringen. An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal ganz doll für die Gastfreundschaft, die Ihr uns entgegen gebracht habt, für gute Küche, den Fahrsvice - und dass Ihr für uns da wart!!! Wir hoffen, Euch in Deutschland wieder zu sehen!!!

 

 

11. Juli 2017 - 200 km - von Calgary nach Lake Louise (zum 3.)

 

Nach Abschied und dem abschließendem Zahnarztbesuchhaben wir noch unsere Vorräte aufgefüllt und sind erst einmal bis Lake Loiuse gefahren!

 

 

12. Juli 2017 - 312 km - von Lake Louise über Jasper zum William A. Switzer Provincial-Park

 

13. Juli 2017 - 118 km - vom William A. Switzer Provincial-Park nach Grande Cache

 

Vor 5 Jahren sind wir bereits schon einmal am dem Icefeld Parkway (eine der Traumstraßen der Welt) unterwegs gewesen. Leider hatten wir diesmal kein Glück und das Wetter war uns nicht gerade holt! Dicke tiefe Wolken machen die Bilder nicht gerade überwältigend. Wir wissen auch nicht so genau, ob das Diesige nicht sogar von den Waltbränden in der Nachbarprovinc British Columbia herstammt. Am Columbia Icefeld angekommen, hatten wir noch 11 Grad und haben uns dann dort gar nicht lange aufgehalten. In Jasper angekommen, waren es schon wieder 27 Grad und das haben wir mit einem Eis genossen. Aber wir sind auch hier weiter gefahren, da wir auch Jasper schon kannten und die Campingplätze voll waren. Auf unserem weiteren Weg Richtung Hinton haben wir dann wieder die Begegnung mit dem prachtvollen Elk (Hirsch) gehabt. Unseren Nachtplatz haben wir dann im William A. Switzer Provincial-Park - auf dem „Gregg Lake Campground“ gefunden. Von hier ging es weiter auf dem Hwy 40 nach Grande Cache.

 

 

14. Juli 2017 - 256 km - von Grande Cache über Grande Prairie nach Hythe

 

Was macht man in Hythe? Einfach nett übernachten. In Grand Pairie war es uns einfach zu hektisch. Der Campground in der Stadt war eng, laut und weiter haben wir erst gar nicht probiert! Nach dem Besuch des hübschen Besucherzentrums sind wir nur noch was essen gegangen und dann ist die Karawane weitergezogen - bis Hythe -hier ist ein netter Stellplatz, sogar mit gratis Feuerholz, was Bernd sicher gleich entzünden wird. Zwischenzeitlich hat sich die Landschaft total verändert. Sind wir eben noch durch endlose Wälder gefahren, die Rockys immer noch präsent, ist jetzt alles platt wie ´ne Flunder und das Bild prägen Felder und Weiden. Gerade aber die Abwechslung macht ja das Reisen so interessant. Kaum zu glauben, wie groß das Land ist. Gerade hatten wir ein nettes Gespräch mit Kanadiern (unsere Stellplatznachbern mit riesen Schlachtschiff), die unser kleines Deutschland auch schon auf einer Reise kennengelernt haben. Morgen geht es weiter Richtung Dawson Creek.

 

Wieder in British Columbia! 9 h hinter Euch

 

15. Juli 2017 - 165 km - von Hythe über Dawson Creek nach Fort St. John

 

Der Weg war heute nicht so spektakulär. Wir sind weitgehend durch Farmland gefahren. Interessant ist es schon, alle paar Kilometer mal ein Haus zu sehen. Vereinsamen die Menschen da nicht? - fragen wir uns immer! In Dawson Creek haben wir uns wieder mit ausreichend Infomaterial zum weiteren Streckenverlauf versorgt. Die Mitarbeiter in den Visitor Centern sind immer sehr hilfsbereit und freundlich. Hier haben wir uns auch gleich erkundigt, ob unser weiterer Weg durch Brände gefährdet ist. - Ist er nicht! Das Städtchen hat uns gut gefallen, hat es doch mal so etwas wie einen kleinen Stadtkern. Viele Städte am Wegesrand bestehen nur aus Einkaufszentren, so kommt es uns vor. In Dawson Creek beginnt der Alaska Higway mit dem Kilometer NULL. Enden wird er nach 2.348 km in Fairbanks. Bis dahin ist noch sehr viel zu sehen und wir freuen uns auf dieses Abenteuer! Heute stehen wir erst einmal ganz idyllisch auf einen Camping im „Beatton Provincial Park“ am Charlie Lake, der allerdings nicht unbedingt zum Baden einlädt, da er zu blühen scheint, jedenfalls ist das eine grüne Brühe, die wir nicht mögen!

 

 

16. Juli 2017 - 392 km - von Fort St. John nach Fort Nelson

 

Das schöne Wetter scheint uns erst einmal verlassen zu haben! Jedenfalls pfiff heute morgen ein kühler Wind und wir haben beschlossen, unseren Weg fortzusetzen. Eigentlich wollten wir nur 200 km fahren, aber der Regen hat uns weiter getrieben, so sind wir früher als geplant in Fort Nelson gelandet. Eine Regenpause haben wir genutzt, das Visitor Center und das Museum zu besuchen. Wenn wir Glück haben und der Regen morgen aufhört, werden wir den nächsten Stopp an dem Liard River Hot Springs einlegen.

 

 

17.07.2017- 309 km - von Fort Nelson bis zum Liard Hotsprings Provincial Park

 

Nachdem wir mit Regen eingeschlafen sind, wurden wir auch wieder mit Regen geweckt. Nee - Frühstück draußen ist ausgefallen! Wir sind bei Zeiten los gekommen, da wir uns eine weite Strecke ausgesucht haben. Nun klingen 309 km nicht so viel, aber wir sind auf dem Alaska Higway! Der Higway ist zwar insgesamt asphaltiert, aber zwischendurch ist immer sehr viel Gravel, wo wir doch Caracho zu liebe langsamer fahren und immer wieder aufpassen müssen, wenn die Brummis von vorne kommen. Wir sind da lieber , wenn möglich, stehen geblieben und haben uns leicht schräg zur Straße gestellt. Unsere Reisebekannten haben schon einen starken Steinschlag, obwohl sie noch nicht einmal auf dem Alaska Higway waren. Und das Wichtigste, wir halten ständig Ausschau nach Wildlife - und wurden heute ausgiebig belohnt! Ein Bärchen (Schwarzbär) ist direkt neben uns am Waldrand entlang gelaufen! Nein - wir sind nicht ausgestiegen! Wir bevorzugen die Sicherheit in Caracho! Der nächste Schwarzbär war leider etwas weit weg. Dafür haben wir noch zwei Bisonherden sehen dürfen. Schon beeindruckend die Tierchen! Die lümmeln da einfach so am Straßenrand rum. Wir haben nur gehofft, dass keiner losrennt, um es mit uns aufzunehmen (wie gesagt, sicher vom Auto aus beobachtet)! Jedenfalls kamen wir heil hier im Liard Hotsprings Provincial Park an und haben auch einen guten Stellplatz bekommen. Schnell ´ne Tasse Kaffee und schon ging´s zu den heißen Quellen. Die sind diesmal rein natürlich gewesen und stanken schon arg nach Schwefel. Aber bei 40 Grad war das eine Entspannung pur! Morgen geht es weiter nach Watson Lake.

 


Stellplatz

04.07.2017 -

Overflow Campground, eher Parkplatz für 10,80 CAD die Nacht (nur Plumpsklos)

 

N 51Grad 23´16´´ W116Grad 7´51´´

 

13.07.2017 - Grande Cache

kein WiFi, Saubere Sanitäranlagen, ruhig im Wald

14.07.2017 -

Hythe Campground, tolles WiFi, Duschen im Eisenbahnwagon, Tische, Feuerring mit gratis Feuerholz

 

15. 07. 2017 -

"Beatton Provincial Park"

56.328531,  120.956631

am Charlie Lake

einfach, Tisch und Feuerstelle, Plumsklo, Trinkwasser

16.07.2017 -

"Triple G. Hideaway RV Park" - Fort Nelson

58.804818, 122.72261

Full Huck, WiFi, RV-Waschanlage, Sani-Anlagen alt!