Sizilien ab 10.05.2022

10.05. - 12.05.2022 - Furnari „Sosta Camper Tonnarella“ 281 km

Wir verlassen unser kleines Paradies und nehmen die große Etappe mit Fährüberfahrt von Villa San Giovanni nach Messina in Angriff. Und Schwupps - mit einigen Schwierigkeiten sind wir am entferntesten Ziel unserer Reise - auf Sizilien - angekommen. Die Schwierigkeit bestand in der unorganisierten Fährauffahrt: Nach dem Kaufen der Fährtickets, was noch einigermaßen in Linie passierte, standen wir dumm da und es gab keinen Hinweis mehr, wo denn die Fähre ablegt. Und da es mehrere Fähren gibt, war es schon anspruchsvoll, die Richtige zu finden, für die wir erst einmal durch die halbe Stadt fahren mussten. Aber gut - wir haben sie irgendwann gefunden und konnten auch gleich auffahren und es ging los. Nach 15 Min waren wir schon wieder auf der anderen Seite und haben uns durch den Feierabendverkehr von Messina gekämpft. Die letzten 65 km haben Mensch und Material wieder alles abverlangt. Also für die Instandhaltung der Strassen wird die Maut definitiv nicht verwendet!!! Aber wir sind angekommen und haben einen wunderschönen Stellplatz, direkt am Meer ergattert, wenn auch mit gruseligen Sanitäranlagen - aber haben wir ja an Bord. Belohnt wurden wir dann wieder mit einem fantastischen Sonnenuntergang. Die Ortsbesichtigung am nächsten Tag war mal wieder sehr ernüchternd. Das einzige akzeptable Kaffee mit Blick auf den kleinen Hafen hat Urlaub. So wurde es heute ein echter „Faultag“ - muss ja auch mal sein!

 

12.05. - 15.05.2022 - Cefalu „Camping Costa Ponente“ 119 km

Nun aber genug von dem toten Ort und dem Camping ohne Sanitäranlagen und Strom, der gerade einmal für den Kühlschrank ausreicht - und wir ziehen weiter. Die 119 km Fahrstrecke war nicht so interessant, da mehr als die Hälfte durch düstere Tunnel zu fahren waren und man von der wunderschönen Landschaft nur kurz zwischendurch etwas sehen konnte. Unsere Station ist Cefalu. Hier sind wir auf einen von Deutschen geführten Campingplatz, der recht groß und ziemlich unruhig ist, aber es geht ein Busschattel bis in das Zentrum und vor allem sind die Sanitäranlagen sehr o.k, denn Haarewaschen ist mal wieder angesagt! Der Ort ist wirklich sehr nett anzusehen und wir sind durch die kleinen Gässchen flaniert, haben uns endlich mal wieder mit Eis verwöhnen können und vom Flair Siziliens verzaubern lassen.

15.05.2022 - noch Cefalu „Camping Costa Ponente“

Die nächsten beiden Tage waren dem „Faulenzen“ vorbehalten. Gut, Wäsche haben wir auch mal wieder gemacht. Aber ansonsten haben wir vorwiegend relaxt und vor allem in dem wunderschönen klaren sauberen Wasser gebadet. An dem Strand, der von hier über 96 Treppenstufen zu erreichen ist und zu diesem und dem Nachbarcamping gehört, kann man sehr schön liegen und sich sonnen! Morgen werden die Pferde wieder gesattelt und es geht weiter.

 

16.05. - 19.05.2022 - Menfi „Boomerang Camping“ 197 km

 

Der Weg hat uns schon einmal probehalber durch Palermo geführt.! Allerdings nur leicht tangiert, weil wir mal wieder einkaufen mussten. Wir haben einen schönen "Lidl" gefunden, nur die Zufahrt und der Parkplatz waren wieder sehr sportlich. Der weitere Weg hat uns über die Autobahn geführt und war nicht sehr spektakulär. Aber das Risiko einer grotten schlechten Strasse quer über die Insel wollten wir nicht eingehen. Den schönen Platz hier am Meer (wir sind jetzt am Mittelmeer und haben keine Mittel mehr!) haben wir gleich gefunden und sind auch sehr zufrieden damit. Ein kleines Strandrestaurant gehört auch dazu, wo wir doch gleich mal den fangfrischen Fisch probiert haben - sehr lecker! Am zweiten Tag war Relaxen angesagt. Heute sind wir mit den Rädern zum „Archäologischen Park Selinunte“ gefahren. Das war recht sportlich. Eigentlich sollten es nur 15 km Radweg sein, den es aber gar nicht gab und Maps hat uns immer hin und her gescheucht. Dann haben wir den Autoweg eingegeben und wir sind nach 23,5 km heile und glücklich dort angekommen. Bei 30 Grad sind wir dann dort rumgetiegert und haben uns die Fundstellen und das Museum angeschaut, sehr interessant. Eine Stärkung - und wir sind dann nach 17 km wieder am Hexenhaus angekommen und haben erst einmal ein ausgiebiges Bad im Meer genossen!