13. November 2017 - 206 km - von San Diego nach Ensenada (Baja California - Mexico)

 

Alles Wichtige haben wir bereits gestern erledigen können, heute war nur noch Tanken und Luftpumpen angesagt. Das war mal wieder ein Reinfall! Tanken war teuer, wie noch nie auf unserer gesamten Reise und Luft!!! - das blöde Gerät war kaputt und hat uns die Luft abgelassen. Da hatten wir wieder ein Problem! Aber auf der Weiterfahrt hat Marion die Augen offen gehalten und eine BMW-Service-Werkstatt entdeckt. Die Jungs waren dort wieder super freundlich und hilfsbereit. So konnten wir unseren Tripp in das nächste Land beruhigt antreten. Da Dati und Wolzow bereits den Grenzübergang absolviert haben, hatten wir gute Informationen. Also haben wir unseren Caracho vor der Grenze für 5 $ eingeparkt und sind in Fahrtrichtung weiter durch eine Drehtür (wie der Ausgang bei unserem Tierpark in Berlin) zur Mexikanischen Immigration - rechts - gegangen. Dort war ein sehr netter, lustiger Grenzbeamter, der uns die Touristenkarte zum Ausfüllen gegeben hat, dann sind wir dort wieder raus und gleich an der selben Ecke zur Bank, um die Gebühren (pro Person 500 Pesos = 30 US$) zu begleichen. Wieder zurück zur Immigration haben wir unseren Stempel für 180 Tage Aufenthalt in Mexico erhalten. Der Rückweg war jetzt auf der anderen Straßenseite, wieder durch eine Drehtür und wir sind bei der amerikanischen Einreise gelandet. Die haben sich schon gewundert, was wir da wollen. Wir mussten erklären, dass wir nach Mexico einreisen wollen, aber unser WoMo noch auf dem Parkplatz steht. Auf Nachfrage, ob wir in die USA zurück kommen wollen, bevor die Erlaubnis abgelaufen ist und wir dies verneint haben, hat er uns die Aufenthaltserlaubnis aus dem Ausweis entfernt und somit sind wir offiziell ausgereist. Wir haben Caracho geholt und konnten nun über die Grenze fahren. Gleich hinter der Grenze wurden wir rausgewunken und eine nette Beamtin hat kurz in unser Auto geschaut und uns dann eine gute Reise gewünscht. Niemand hat nach Lebensmitteln oder sonstiges gefragt.

 

Mexico - wir kommen!!

 

Der Weg bis Ensenada war sehr angenehm. Die Straße war o.k. - bis nach Ensenada - da wurde es wieder zur Katastrophe - Schlaglöcher über Schlaglöcher und es war kaum ein Ausweichen möglich. Unser armes „Zuhause“ wurde wieder so richtig durchgeschüttelt! Aber wir haben den WalMart gleich gefunden und unsere Vorräte wieder aufgefüllt, da wir ja sämtliche Lebensmittel aufgebraucht haben mussten, weil jegliche Einfuhr von verderblichen Lebensmitteln verboten ist. Danach haben wir den anvisierten Campingplatz aufgesucht, der nun nicht unbedingt die Sahne ist. Aber wir stehen sicher!!

 

 

14. - 15. November 2017 - 3 km - Strand von Punta Banda (Baja California - Mexico)

 

Die Nacht war ruhig (außer Hundegebell um 4:00 Uhr), aber wir sind doch weiter gezogen. Der nächste Platz ist direkt am Meer und wir haben einen wunderbaren Spaziergang am langen Sandstrand, den wir fast für uns alleine hatten, gemacht. Hier sind wir mal wieder die einzigen Camper. Irgendwie hat die Gegend die besten Jahre schon hinter sich. Seid einigen Jahren kommen die Amerikaner nicht mehr hier her, so dass alles mehr oder weniger verkommt. Das ist wirklich sehr schade, da das hier ein Traumstrand ist. Morgen haben wir noch so einiges in Ensenada zu erledigen, so dass wir auch die nächste Nacht hier verbringen werden.

 

 

16. November 2017 - 248 km - von Punta Banda nach La Rosario (Baja California - Mexico)

 

Unseren Platz am Meer haben wir heute verlassen und sind weiter gen Süden gefahren. Der Weg führte uns wieder über Berge und unwegsame Gegenden, dann durch Orte, wo man glaubt, da wäre gestern gerade der Krieg vorbei. Dann kommen unterwegs wunderhübsche Häuser. Alles dicht beieinander. Aber wir glauben, die Menschen sind trotzdem sehr glücklich und stolz hier. Alle winken uns zu und freuen sich, dass wir ihr Land besuchen. Zwei Militärkontrollen haben wir auch hinter uns gebracht. Auch hier sind die Beamten sehr nett und begeistert, dass wir aus dem fernen Alemania in ihr Land kommen. Gewöhnen müssen wir uns auch an die vielen Bettler auf den Straßen. Da wird die Straße nach den Topes (Bodenschwellen) verengt, so dass man direkt fast anhalten muss. Aber sie werden nicht böse, wenn man nichts in ihre Klingelbüchsen wirft. Gewöhnungsbedürftig sind auch die vielen herumstreunenden Hunde. Alle Sorten, kleine, große und ganz große, aber die sind alle friedlich und lassen uns in Ruhe - aber unheimlich ist uns das schon!

 

 

17. November 2017 - 300 km - von La Rosario nach Bahia de los Angeles (Baja California - Mexico)

 

Boa - unser armer Caracho und unsere armen Nerven - wir sind von den 300 km fast 200 km von einem Schlagloch in das nächste gefallen. Die Straße ist eine einzige Zumutung. Und dazu so schmal, dass man jedes Mal Krämpfe bekommt, wenn uns ein LKW überholt oder von vorne kommt. Den Stellplatz, den wir angesteuert hatten, stellte sich als unbrauchbar raus, so dass wir gleich bis zum nächsten Ziel durchgefahren sind. Hier stehen wir sehr schön am Golf von Kalifornien. Gut besucht, der Platz, aber wir haben unser Plätzchen bekommen. Abends sind wir noch lange draußen geblieben, da hier mal am Abend angenehme Temperaturen herrschen. Und ein Sternenhimmel ist heute, vom feinsten! Da denken wir immer an Euch alle Lieben zu Hause, die Ihr auf den gleichen Sternenhimmel schaut, nur ebend früher!

 

Übernachtungen

 

1.)   13.11.2017 - Nahe Ensenada „Centro Recretivo Mi Refugio“

für 6 $ stehen wir sicher, aber mehr nicht! Waschräume ohne Licht und ohne Wasser am Waschbecken, Duschen probieren wir lieber nicht aus (gruselig), ein paar Plätze mit Strom

 

N31°41`53`` W116°38`6``

 

2.)   14.-15.11.2017 - Punta Banda „La Jolla Beach RV“

Strom an wenigen Plätzen (für uns nicht zu gebrauchen, da die Schwankungen zu groß sind), Sanitäranlagen - na ja! riesiger Platz mit unbrauchbaren Tischen, kein Trinkwasser, Dump-Station, WiFi nur am Office

 

N31°43`4`` W116°39`50``

 

3.)   16.11.2017 - El Rosario - „Hotel Sinahi RV Park und Restaurant“

 

Full Hook-Ups (Vollanschlüsse), wobei wir Strom nicht nehmen können, da die Spannung viel zu hoch ist, Wasser ist kein Trinkwasser, WiFi nur für WhatsApp zu gebrauchen (am Office), Restaurant ganz gut und preiswert

 

N30°4`1`` W115°42`57``

 

 

4.)   17.11.2017 Bahia de los Angeles „Daggett´s Beach Camping“

 ohne Versorgung, Waschhäuser unbrauchbar, Besitzer spricht englisch, WiFi am Office (langsam), kleine Strohhütte, direkt am Strand - aber viele Steine

 

N28°58`29`` W113°32`48``